Deutsche Vereinsmeisterschaft u14w in Willingen 2020

Der vierte Wettkampftag, 27. Juni 2021

Sariana

Sariana

Der Schlusstag mit der Option, die Top-Ten noch zu schaffen. Die Mannschaft wieder mit Sariana, was vielleicht die erste, nicht so gute Entscheidung war. Die Eröffnung von Sariana noch gut (1. d4) und weitere gute 20 Züge, aber dann irgendwie wenig engagiert, ohne Kampfgeist und prompt mit groben Fehlern. Für ein Schach auf der 8. Reihe verschenkte sie einen Läufer und dann auch wieder zu schnell gegen ihre DWZ-schwächere Gegnerin. Am Ende gab sie mit zwei Leichtfiguren und drei Bauern weniger bereits im 28. Zug auf. Also null Punkte an Brett 4 und zurecht waren die anderen Mädchen etwas verärgert. Gastspielerin Anouk hatte von Beginn an wieder Zeitprobleme aber auch Probleme bereits in der Eröffnung. Keine Rochade mehr möglich ab dem 22. Zug und der Springer auf b2 hatte bis zum 29. Zug keine Lust zum Mitmachen und er ging, in akuter Zeitnot, (laut Nelly nur noch 3 Sekunden) 5 Züge später verloren. Mit Minderbauern schaffte sie zwar geradeso die Zeitnot, doch sie stand klar auf Verlust.

Nelly

Nelly

Nelly und Charlotte allerdings waren klar überlegen. Nelly, im Gegensatz zu Anouk mit Bauern mehr, im Endspiel waren es dann vier. Und als ihre Gegnerin Lorena Gerlach (DWZ 1040) grundlos den Turm einstellte, war die Partie entschieden, 10 Züge lang ließ sie sich noch das Matt zeigen. Charlotte gewann durch starkes Spiel mit zwei Türmen im 24. Zug einen Springen („Ich wollte mit Fesselungen spielen“) und gönnte sich dann zwei Damen zum Matt setzen. Doch es gab keinen Mannschaftssieg zum Schluss. Anouks Partie war fast eine Kopie von Charlottes Spiel, doch hier war die DWZ deutlich schwächere Leonie Henzel (1020 zu 1573 von Anouk) erfolgreich, weil unsere Gastspielerin 6 Züge nach der Zeitkontrolle aufgeben musste. Kostet das am Ende DWZ-Punkte für die Kaderspielerin aus Thüringen? Zum Schluss also ein 2:2 und Platz 12, da war viel mehr drin! Kein Grund aber zum Jubeln. Den gab es auch nicht bei meiner schriftlichen Abschlussprüfung vom Schiedsrichterlehrgang. Ich verzichtete schließlich auf eine 30 minütige mündliche Prüfung und die Lizenz.

Dann hieß es warten, aber nicht ohne den dramatischen Kampf der USV-Mädchen mit einem Schachzwerg gegen Familie Peglau in der u20w zu verfolgen. Einen erneuten Deutschen Vereinsmeistertitel für den USV Halle gab es leider nicht. Die Familie gewann durch leicht bessere Sonnenbornberger. Glückwunsch an die USV-Mädchen und danke an Familie Voigt für den netten Zeitungsgrüße! Schade auch, dass keine Brettpreise vergeben wurden. Dann hätte nämlich Charlotte das 3. Brett in der u14w gewonnen, ungeschlagen mit 6 aus 7!

Die verspätete Siegerehrung dauerte eine dreiviertel Stunde. Applaus und Pokale für die Sieger, Urkunden und Medaillen für alle und eine problemlose Heimreise.

Mannschaftsfoto

Mannschaftsfoto

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