Norddeutsche Vereinsmeisterschaft 2021 in Magdeburg (19.9.)

Der 3, Tag, 18.09.2021

Das Internet ist hier wieder mal eine Katastrophe! Vorbereitung war heute Morgen nicht möglich. Trotzdem ging das Quartett, nach den negativen üblichen Tests, sehr positiv in den Wettkampf mit den Bremern. Am Ende gab es endlich das erhoffte Erfolgserlebnis für das Team. Wieder war es Nelly, die das Quartett in Führung brachte. Sie nutzte erbarmungslos weiße Eröffnungsschwächen, spielte gewohnt aggressiv und sehr aktiv und setzte genau nach 40 Zügen Arved Burwitz Matt.

Frederik

Frederik

Gut auch der Einstand von Frederik Fiedler. Schon früh war bei ihm eine komplizierte Stellung entstanden. Sein Gegner, Alexander Völpel, hatte die drei Königsbauern nach vorn geschoben und machte etwas Druck, doch keiner von beiden hatte wohl einen Plan und wollte etwas riskieren. „Ich hätte durch Zeit verloren…“ meinte Freddy. Doch bis zuletzt stand er im Plus und hatte auch viele Ideen. So einigten sich beide auf Remis. In Jarons Partie war lange Zeit alles ausgeglichen, auch die Zeit. Sein Gegner, Matvej Nikitin hatte sogar leichte Vorteile. Doch im Dame/ Springerendspiel beging Jarons Gegner viele taktische Fehler und zum Schluss blieb wer übrig? Richtig! Jarons Springer und ein Freibauer. Sein Gegner gab einen Zug vor dem Matt auf. Der Wettkampf war gewonnen, doch es wurde ein knapper Sieg, weil es einfach nicht Antons Turnier ist. Er unterlag nach drei Stunden, in einer schwachen Partie, Samuel Pfeffer deutlich. Doch der verdiente 2,5:1,5 Erfolg bringt uns wieder etwas nach vorn. Erwähnen möchte ich auch noch die angenehme gemeinsame Analyse mit den Bremern.
Zweiter Gegner an diesem Tag war TuS Makkabi Rostock. Und da gab es eine überraschende Meldung schon zu Beginn: sie spielen ohne ihr Spitzenbrett, Mitja Müller (DWZ: 1444). Damit war die Vorbereitung nicht mehr so viel wert. Besonders Nelly geriet schnell unter Druck gegen Bruno Schulz, trotzdem meist leicht im Plus. Am Ende gab es ein Doppelturmendspiel mit je 6 Bauern und Nelly war erleichtert und unzufrieden zugleich, als ihr Gegner im 49. Zug mit seinem Remisangebot den „Spuk“ ein Ende machte. Ganz anders Frederik, Unser Jüngster hatte großes Pech. Wir hatten Farbwechsel und er damit wieder Schwarz. Dieses Mal bekam er auch 1. d5 und hatte zu Beginn so seine Probleme mit Niklas Herrmann, dem eigentlichen Ersatzspieler. Dieser suchte im Mattangriff mit fast allen Figuren seine Chance. Doch da waren zu viele Ungenauigkeiten, ein unkorrektes Springeropfer auf f7 und übersehene Chancen. Frederik wehrte seelenruhig alles ab, nutzte seine Bedenkzeit gut aus und schlug dann ideenreich zurück. Dazu verbesserte er Zug um Zug seine Figuren, sein Gegner half mit einem Turmeinsteller und gab, nach seinem 32. Zug, auf. Ein toller Auftritt von Frederik im u14 Team mit 1,5 Punkten aus zwei Partien.
Bei Jaron, in seiner zweiten Weißpartie in Folge, war zu Beginn wieder vieles ausgeglichen. Doch dann patzte sein Gegner mit 19. …c5 total. Wir hatten es im Analyseraum schon durchgerechnet. Es folgte ein Spieß und ein interessantes Endspiel Dame + 2 Springer gegen Turm, Springer und Läuferpaar. Für Jaron war es nur Technik, er wickelte perfekt ab und gewann nach 30 Zügen. Der Mannschaftswettkampf war gewonnen und Anton steuerte, etwas unzufrieden, noch ein Remis bei zum 2. Sieg heute, dieses Mal mit 3:1. Jarons Ergebnis war noch falsch eingetragen worden, doch wir haben aufgepasst!
Frederik musste uns leider gegen 20.00 Uhr verlassen. Also Tandem am Abend und letzte Runde gegen KSV Rochade Göttingen ohne ihn und diese Mannschaft hat einen Spieler mit 0 DWZ am 4. Brett…

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