Norddeutsche Vereinsmeisterschaft 2021 in Magdeburg (19.9.)

Der 4, Tag, 19.09.2021

Also los gegen den letzten der Setzliste mit einem Trio. Wenn wir bei diesen Turnieren eines gelernt haben, dann das: Keine Mannschaft ist leicht, niemand darf unterschätzt werden. So gab es ein bischen Vorbereitung, vor allem mit Jaron. Hier erwarteten wir (angenommenes) Königsgambit, was auch kam. Jaron wandelte mit 3. …g5 auf den Spuren von Bobby Fischer.
Am 2. Brett wurde vom Göttinger eine Blitzpartie gespielt. Matti berichtete, dass nach knapp 20 Zügen Nellys Gegner, Rafael Leon Asmus, 1.34 auf der Uhr hatte (Beginn war mit 1.30, also 90 Minuten!). Aber auch Nelly fand nicht immer die besten Züge und so war der Vorteil im Endspiel, mit einem Mehrbauer, gering. Weiterhin hatten beide einen Springer, nicht einfach also. Nellys Vorteil wuchs, doch plötzlich entstand eine komplizierte Situation: im 41. Zug opferte Nelly praktisch ihren Springer gegen einen Bauern. Das hätte, nach der späteren Analyse, wahrscheinlich verloren (-1,6). Zu unserem Glück schlug der Göttinger einen Bauern, obwohl er vorher extra auf Nelly Stuhl gekniet hatte, um die Stellung besser zu sehen. Und so gewann Nelly am Ende sicher, konnte im 58. Zug die Springer tauschen und nach einer neuen Dame gab ihr Gegner einen Zug später auf.

Jaron

Jaron

Inzwischen benötigten Jaron und sein Gegner Lukas Kalusa unglaublich viel Zeit bei der Behandlung des angenommenen Königsgambits. Doch Jaron bewies einmal mehr, das er auch mit solchen nicht alltäglichen Eröffnungen gut zurechtkommt. Ich behaupte mal, wenn sein Gegner die besten Fortsetzungen gefunden hätte, wäre es schwer für Jaron geworden, diese Partie zu gewinnen. Er rochierte erst im 18. Zug (lang), wehrte Mattdrohungen ab, profitierte dann von Fehlern seines Gegners und mit Turm und Springer weniger gab der Göttinger schließlich, nach 30 Zügen, 6 Züge vor dem Matt, auf.
Nun hofften wir auf Anton, dessen Vorteil langsam aber stetig wuchs. Am Ende waren es aggressive Bauern am Dameflügel und mit aktiven Figuren siegte Anton schließlich deutlich (+8,8) nach 41 Zügen und fast 4 Stunden. Unser Quartett gewann also mit 3:1.
Zu dieser Zeit war das spannende 3. Landesduell zwischen dem USV Halle und den Schachzwergen auf dem Höhepunkt. Hier hatte Carlo Patzschke gegen Johannes Petzold gewonnen, Gustav Polzin unterlag Arne Herter. Das relativ schnelle (zu frühe) Remis zwischen Anastasia Voigt und Saskia Pohle setzte Marten Lischka stark unter Druck. Er war geradeso in die Zeitkontrolle gekommen und sein Vater meinte: „Es sieht nicht gut aus…“
Wir nahmen unsere 7 Teilnehmerpokale und eine Urkunde (ohne Platz) in Empfang und fuhren mit zwei Autos (13.30 Uhr) nach Hause. Nochmal Danke an Familie Adelmeyer und Frau Kageler! Da spielte Marten immer noch. Leider ohne Erfolg. Die Schachzwerge gewannen wieder 2,5:1,5, wurden noch Zweiter (Glückwunsch für die Quali!) und der USV wurde auf Platz 10 durchgereicht. Unser Platz 7 entspricht fast dem Setzlistenplatz, damit können wir zufrieden sein. Leider findet die DVM u14 wohl nicht in Magdeburg statt, sonst hätten wir, wie 2019 in der u12, den Ausrichterfreiplatz bekommen.

Gruppenbild

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