Bezirksoberliga 7. Runde

SV Roter Turm I – SF Hettstedt II

Verpasste Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt

Mit dem vierten Sieg in Folge könnte unsere BOL-Mannschaft bereits zwei Runden vor Saisonende die Klasse halten. Leider verpassten wir diese Chance sehr knapp.
Die erste Vorentscheidung fiel nach einer Stunde Spielzeit, als Nelly Adelmeyer nach einer gut gespielten Eröffnung ihren Springer verlor. Noch kurz davor gewann sie einen Bauern und durch dessen Rückgabe wäre es tatsächlich möglich den Springer zu retten. Anschließend musste sie noch ihren gefangenen Turm für den weißen Läufer geben, wonach die Partie entschieden war.
Bei Matti Adelmeyer am Spietzenbrett verlief die Eröffnung eher ruhig. Beide Spieler bauten sich langsam auf, zu aktiven Handlungen kam es nicht. Kurz nach dem Übergang ins Endspiel einigte man sich auf ein Unentschieden.
Für den Ausgleich sorgte Lars Jungklaus am zweiten Brett. Nach der Eröffnung stand er deutlich aktiver als sein Gegner und nutzte seine Überlegenheit im Zentrum geschickt aus. Lars gewann eine Figur und wenig später die Partie.
Fast bis auf die Könige ging die Partie von Julius Pietsch. Im Mittelspiel verpasste er leider die Chance zum Gewinn eines Bauerns, wonach das Spiel in ein ausgeglichenes Turmendspiel überging. Am Ende einigten sich die Spieler auf Remis.
Charlotte Derling nutzte leider ihre Chance in der Eröffnung zum Raumgewinn nicht aus und so kam Weiß zu einer anhaltenden Initiative. Langsam wurde ihre Stellung immer enger, dennoch stand es ausgeglichen. Dann tauschte sie die Damen und ging in ein klar verlorenes Bauernendspiel über.
Sehr überraschend verlor Anton Kageler. Nach einer guten Eröffnung konnte er seinen Turm + Läufer für die schwarze Dame eintauschen. Antons Hauptproblem war seine schlechte Bauernstruktur und freier König. Schwarz gelang es seine Figuren koordiniert aufzustellen, während die weiße Dame keine Drohungen schaffen konnte. Nach dem Verlust des h-Bauerns marschierten die schwarzen Bauern unaufhaltsam zur Grundreihe und die eigene Dame konnte nur einige Schachs geben.
Ein Mannschaftsunentschieden war dennoch in Sicht. Justus Pietzsch stand die meiste Zeit besser als sein Gegner, konnte aber den Stellungsvorteil nicht in ein materielles Vorteil umsetzen. Zwar gelang es Justus einen Bauern zu gewinnen, doch konnte dieser in der entstandenen Stellung nicht verwertet werden. Die Partie endete dann Remis und somit stand die Niederlage fest.
Durch den Sieg von Yury Golitsyn konnten wir den Rückstand jedoch verkürzen. Sein Gegner verbrauchte ungewöhnlich viel Zeit in der Eröffnung, kam aber noch in die Zeitkontrolle. Im Mittelspiel opferte Weiß die Qualität und versuchte es mit den freien Bauern am Damenflügel durchzukommen. Durch das Rückopfer konnte Yury einen Mehrbauern behaupten, dennoch war die Stellung ausgegliechen. Es blieb nur noch auf ein Fehler vom Gegner zu warten, welcher dann tatsächlich geschah.

YG

6. Spieltag der Kreisliga

Wegen Personalmangels wurde die Partie auf den heutigen 23.02. verschoben. Für das 1. Brett konnte niemand gefunden werden, so dass der erste Punkt schon vor Spielbeginn feststand. Dank der Fairness-Regelung in der Kreisliga war das bereits am Anfang der Woche bekannt.
Mit diesem soliden Vorsprung startete der Wettkampf. In der Eröffnung zog Mattis Gegner den gefesselten Königsspringer. Langes Überlegen. Ist hier eine Falle wie im Seekadettenmatt? Aber es war nichts zu finden und so erlangten wir entscheidenden Vorteil durch den Tausch Läufer gegen Dame, zumal Weiß das Rochaderecht verlor. Der Rest war Formsache und wir hatten bereits nach 45 Minuten das Mannschaftsunentschieden sicher.
An Brett 2 und 3 wurde dafür umso mehr gekämpft. In komplizierten, aber immer ausgeglichenen Stellungen bot Georg nach einem Abtausch Remis an, das angenommen wurde und vollkommen berechtigt war. Es wurden sich noch die Ideen und Pläne gezeigt, die aber keinen Vorteil für Georg gebracht hätten und so war der Sieg der 3. Mannschaft gesichert.
Nach guter Eröffnung verlor Josef im Mittelspiel die Qualität. Sein Gegner nutzte dies aus, um seine Stellung zu verbessern. Doch Josef hatte noch einen Trumpf. Wie aus heiterem Himmel opferte er einen Turm, um ihn wenige Züge später zurück und zusätzlich auch die Qualität durch Springergabel zu gewinnen. Folgerichtig bot er jetzt Remis an. Sein Gegner wollte vorerst weiter spielen, patzte aber und hatte Glück, dass Josef sein Remisangebot annahm.
Dieser 3-zu-1-Sieg beschert uns einen soliden 4. Platz in der Tabelle. Mit 8 Punkten aus 6 Spielen ist das Saisonziel von 9 Mannschaftspunkten nahezu erreicht.
Frank Pietsch

6. Spieltag Bezirksklasse

Knapp verloren ist auch verloren

Nach zuletzt zwei Auswärtsspielen in Folge erwartete uns nun mit der WSG Halle Neustadt II ein Topteam der Bezirksklasse zu unserer nächsten Heimpartie.
Ich hatte mich noch gar nicht richtig hingesetzt, da war es gefühlt auch schon wieder vorbei am 1. Brett. Mein Gegner Helmut Jessen bot mir nach ca. 50 Minuten mit der Bemerkung „hier ist ja gar nix los“ Remis an. Nach kurzer Überlegung und im Vertrauen auf meine Teamkollegen nahm ich dieses auch an. Somit hatte ich genug Zeit die restlichen Partien live mitzuerleben. Es dauerte fast noch eine Stunde bis an Erics 3. Brett eine Entscheidung nahte. Es war ein Turmendspiel mit je 2 Bauern entstanden, wobei Eric seinen schwarzen b- Bauern bis auf die vorletzte Reihe vorgeschoben hatte. Sein Gegner blockierte dessen Umwandlungsfeld allerdings mit dem Turm und der weiße König schirmte alle umherliegenden Felder geschickt ab. Mit einem lauten „Remis“ bot der Neustädter auch hier die Punkteteilung an. Eric überlegte kurz, spielte aber weiter und hatte einen Plan. Nur einen Zug später folgte die Ungenauigkeit mit dem Zug Ke1. Dies ermöglichte Eric nun die Königsopposition einzunehmen. Der eigene Turm konnte die Bauerndeckung aufgeben und Richtung Grundreihe schielen, wo entweder ein Matt oder die Umwandlung zur Dame drohte. Dies war Anlass genug die Partie aufzugeben und wir gingen in Führung. Diese währte allerdings nur kurz, denn Joris war am
4. Brett letztlich chancenlos im Endspiel, nachdem er im Mittelspiel eine Qualität und 2 Bauern verlor.
Wie man Endspiele stark zu Ende bringt, zeigte diesmal Alexander am 6. Brett. Er war mit Turm und Springer, sein Kontrahent mit Turm und Läufer und jeweils 7 Bauern ausgestattet. Nach Abtausch der Leicht- wie Schwerfiguren spielte es Alexander dann perfekt. Seine Bauern sperrten den gegnerischen König sämtliche Vormarschwege ab, sein eigener König hatte dagegen zwei Möglichkeiten in die schwarze Stellung einzudringen, die nur noch vom generischen König vereitelt werden konnte. Um dies aufzuhebeln musste er „nur“ noch mittels Zugzwang den gegnerischen König weglotsen. Als dies
geschah, erfolgte sofort die Aufgabe und wir gingen wieder 2:5 zu 1:5 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt liebäugelte ich noch mit einem Mannschaftspunkt, der allerdings eher auf der Partie von Jaron beruhte. Das Spiel von Ian am 5. Brett war wohl längst verloren, nachdem im Mittelspiel eine Leichtfigur für einen Bauern abhanden gekommen war. Am 2. Brett stand Jaron nach über 2 Stunden
Spielzeit eigentlich ganz sicher, allerdings ohne groß eigene Initiative ergreifen zu können. Spätestens nach g3 verschlechterte sich die eigene Königsstellung zunehmend, da sich nun dem gegnerischen weißfeldrigem Läufer samt Dame gefährliche Diagonalen öffneten. Auch die letzte Verteidigung in Form eines Springers wurde mit einem Turmopfer beseitigt und das Matt auf g2 war nicht mehr abzuwenden. Nun durfte auch Ian die Partie aufgeben und unsere knappe 2:5 zu 3:5 Niederlage gegen den neuen Tabellenführer der Bezirksklasse war besiegelt.
Markus Wähler

Landesjugendeinzelmeisterschaft in Magdeburg, 11.-15.02.2020 (15.02.)

Der erste Tag

Ein frischer Wind weht zurzeit durch Sachsen-Anhalt. Nein, nicht unbedingt im Landesschachverband, sondern mehr in Gestalt des Sturmtiefs „Sabine“. Bleibt zu hoffen, dass auch ein wenig von diesem frischen Wind für unsere Landesschachjugend übrigbleibt. Nötig wär`s, vielleicht schon bei dieser Landeseinzelmeisterschaft, die in die Landeshauptstadt zurückgekehrt ist. Weiterlesen

Bezirksoberliga 5. Runde

Überraschend deutliche Erfolge

Überraschend deutliche Erfolge
Bei dem ersten Spiel im neuen Jahr haben wir in der Johannesgemeinde den SV Sangerhausen II empfangen. Zum ersten Mal dabei war Justus Prietzsch am 8. Brett. Damit betrug das Durchschnittsalter der Mannschaft nur 16 Jahre!
Die kurioseste Partie des Tages spielte Julius Pietsch. Nach der Eröffnung entstand eine ausgeglichene Stellung. Die schwarzen Figuren vom Gegner waren Weiterlesen

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