Bezirksliga 9. Spieltag

Was für eine Saison!

Am letzten Spieltag der Saison 2023/24 reisten wir als Tabellenführer zur dritten Mannschaft des Naumburger SV. Die Ausgangslage war klar, wir benötigten noch 2 Brettpunkte, um den Aufstieg in die Bezirksoberliga klarzumachen. Um dieses Ziel zu erreichen waren Christian, Markus, Julian S., Moritz, Huangjia und Julian B. angetreten. Nach einer ausführlichen Begrüßung, in der man uns spaßeshalber die Favoritenrolle mit dem Vergleich „wir sind das Bayer Leverkusen der Schach Bezirksliga“ zuschob, wurde die Runde eröffnet.

Meine Partie an Brett 2 war dann die erste, welche eine Entscheidung ergab. Ich erhielt mit einem Bauern mehr ein Remisangebot, welches ich nach kurzer Bedenkzeit und dem Ausblick auf die anderen Bretter annahm. Wir spielten die Partie noch relativ zügig zu Ende und in der Tat, wäre es schwer gewesen den Mehrbauern in einen Sieg zu verwandeln. Als nächstes ging die Spitzenpartie an Brett 1 zu Ende, auch hier ausgeglichen. Christian lies gegen den DWZ-stärkeren Uwe Redlich nicht viel zu und war sicherlich zufrieden mit dem halben Punkt. Unser großes Plus in dieser Saison waren sowieso die hinteren Bretter gewesen. So war es dann auch Huangjia am fünften Brett vorbehalten, die Saison mit den weißen Figuren zu krönen. Nach der Eröffnung hatte er zeitweise eine Leichtfigur mehr, die er später leider wieder einbüßte. Dennoch spielte Huangjia weiter druckvoll und konnte die Partie letztlich mit einer Springergabel auf König und Dame zu seinen Gunsten entscheiden. Nach einer Stunde 50 Minuten war dies der 2. Brettpunkt an diesem Tag und ungeachtet der Ausgänge der anderen Partien war damit der Aufstieg perfekt. Nichts desto trotz spielten wir die weiteren Partien seriös zu Ende. 20 Minuten später endete das Spiel am dritten Brett. Julian S. war hier in eine wilde und abwechslungsreiche Partie involviert. Nach der Eröffnung verlor Julian eine Qualität in einer komplizierten Stellung, in der der Naumburger Andreas Kunz eine andere Zugfolge fand, als von Julian berechnet war. Julian fand daraufhin allerdings die besseren Züge und so gewann er die Qualität zurück, die der Gegner geben musste, um ein Matt zu verhindern. Danach war es eine ausgeglichene Stellung und man einigte sich auch hier auf ein Unentschieden. 2,5 : 1,5 für uns.

Nach ziemlich genau drei Stunden gab es am sechsten Brett eine Entscheidung. Julian B. wandelte in ein Bauernendspiel mit je einem Springer um und hatte den Vorteil von einem Mehrbauern und die aktiveren Figuren. Nachdem sein Kontrahent die Springer abgetauscht hatte, hatte Julian 2 gedeckte Freibauern bilden können, die unaufhaltsam zur Umwandlung marschiert wären. Es folgte die Aufgabe des Naumburgers und wir führten 3,5 :1,5. Die letzte verbliebene Partie war das vierte Brett. Hier waren noch ziemlich viele Figuren auf dem Brett und die Stellung war positionell geprägt, wobei Moritz die aktiveren Figuren hatte und auf Angriff spielte. Nach fast vier Stunden war es dann eine Konzentrationsfrage und dem Naumburger Jens Schmeisser unterlief ein Fehler, der letztlich einen ganzen Turm gekostet hätte. Die Aufgabe war die Folge und so feierten wir zum Saisonabschluss noch einen großartigen Mannschaftserfolg mit 4,5 : 1,5 in Naumburg. Da die bisher zweitplatzierten Bischofröder in Lettin verloren, haben wir abschließend sogar drei Mannschaftspunkte Vorsprung vor dem neuen Tabellenzweiten Teutschenthal, denen wir unsere einzige Niederlage zu verdanken haben.

Als Resümee für die Saison kann ich nur sinnbildlich meinen Hut vor der Leistung der Mannschaft ziehen. Wie ich bereits in unserer WhatsApp Gruppe geschrieben habe, hätte ich vor der Saison diese Art und Weise und dieses Abschneiden in der Liga nicht für möglich gehalten. Schließlich sind wir als Aufsteiger in die Bezirksliga gestartet und haben mal „eben“ den Durchmarsch geschafft. Darüber hinaus auch noch ziemlich souverän bei nur einer Niederlage, einem Remis und 7 Siegen! Wie schon weiter oben erwähnt, haben wir die Liga an den hinteren Brettern dominiert. Abgesehen von Ferdinand, der ein starkes erstes Brett mit 2,5 aus 3 gespielt hat, haben es Christian (1,5 aus 6), Matteo (2,5 aus 8) und Markus (0,5 aus 3) schwer gehabt an den vorderen Brettern und dennoch einen wertvollen Beitrag zum Gesamtergebnis beigesteuert, da oft nur ein halber Punkt den Ausschlag zum besseren Ergebnis gebracht hat. Anschließend folgen fast ausschließlich Spieler mit einer Saisonleistung besser 80 Prozent! Julian Swoboda mit erstklassigen 6,5 aus 8 bei nur einer Niederlage, Moritz mit grandiosen 6,5 aus 7 und Huangjia ebenso stark mit 5,5 aus 6. Besonders erwähnen möchte ich unseren jüngsten Spieler Julian Brückner mit 5,5 aus 6, der scheinbar völlig unbeeindruckt Spieltag für Spieltag die älteren Spieler herausfordert, alle Achtung. Neben unserer Stammbesetzung halfen uns Sven (1,5 aus 3), Frank Pietsch (0 aus 1), Anika (1 aus 1) und Frank Schröpfer (1 aus 2) an vereinzelten Spieltagen aus. Hierfür nochmal ein Dankeschön für eure Unterstützung, speziell auch nochmal an Sven, der teilweise als Vorbereiter, Organisator und Mannschaftsleiter eingesprungen ist. Somit haben wir insgesamt 12 von 18 gemeldeten Spieler eingesetzt.

Abschließend kann ich nur allen Beteiligten meine Glückwünsche für die MEGA Saison aussprechen und wünsche allen eine entspannte und erholsame Sommerpause. Es hat sehr viel Spaß gemacht .

Mannschaft Bezirksliga (tlw.)

Mannschaft Bezirksliga (tlw.)

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Markus Wähler

Bezirksliga 7. Spieltag

Alles hat ein Ende

Der 7. Spieltag bescherte uns ein erneut ein Auswärtsspiel, diesmal beim Teutschenthaler SC. Wir reisten in Bestbesetzung mit Ferdinand, Christian, Matteo, Julian S., Moritz und Huangjia an. Ich nutze die Gunst der Spielfreiheit zu einer morgendlichen Radtour ins Hallenser Umland und besuchte die Schachspielenden. Weiterlesen

Bezirksliga, 5. Spieltag

Wie ein Aufsteiger-überraschendes Spielergebnis

Der fünfte Spieltag brachte uns ein Heimspiel gegen die dritte Mannschaft des SV Merseburg ein. Wir stellten uns auf einen spannenden Wettstreit ein, da der Gegner laut DWZ ebenbürtig oder sogar leicht besser aufgestellt war. Glücklicherweise Weiterlesen