Finalrunde Landesmannschaftsmeisterschaft u10, 2. Spieltag

Geteilte Freude ist doppelte Freude

Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Finalrunde der LMM u10 stand vor allem der spannende Kampf um Platz 2. Unsere Mannschaft konnte dabei nur noch einmal eingreifen. Der SK Dessauer 93 hatte noch zwei Spiele.
Unser Quartett traf dabei auf den Gastgeber, die Cöthener FC Germania 03. Es galt, möglichst keine Brettpunkte zu verschenken. Und wechselvoll ging es los. Während Sariana im Mädchenduell gegen die Gastspielerin Marie Lena Müller im 10. Zug die Dame geschenkt bekam, hatte Julian Brückner am 4. Brett, vor allem durch viel zu schnelles Spiel zu Beginn, so seine Sorgen und zunächst eine Figur weniger. „Er war sehr aufgeregt…“, kommentierte sein Vater. Doch Julian hatte das Läuferpaar behalten, platzierte seine Figuren ideal und bestrafte in der Folge zu viele Bauernzüge und das offene Spiel seines Gegners. Das Mittelspiel spielte unser Jüngster sehr stark, Ergebnis war der Damegewinn.
Doch als erste gewann Sariana ihre Partie nach leichten Schwierigkeiten durch zu vorsichtiges Spiel. Am Ende setzte sie mit Dame und Läufer nach über einer Stunde Matt. Julians Gegner, Simon Nentwich, hingegen gab, nach Turmverlust, im 39. Zug auf. Es stand 2:0 und wenig später hatte auch Frederiks Spiel auf die lange schwarze Rochade gegen Julius Krüger Erfolg. Nach nur 14 Zügen setzte er überlegt Matt.

Till

Till

Doch am spannendsten war wohl die Partie von Till Gollmann gegen Karl Kaufhold. Till hatte zwei Leichtfiguren eingestellt und im Leichtfigurenendspiel einfach eine Figur weniger. Doch dann patzte auch sein Gegner nach über zwei Stunden und plötzlich spielte Till mit einem schwarzfeldrigen Läufer und einem Bauern gegen zwei weiße Bauern. Till versuchte alles, veropferte allerdings, im 57. Zug, den Läufer. Doch das Bauernendspiel hielt er letztlich klug Remis und der Schiedsrichter half Till letztlich, nach fast zweieinhalb Stunden, aus der Zeitnot. Unser Team hatte also vorgelegt. Doch die Dessauer machten ein großes Spiel gegen die Schachzwerge, erkämpften einen wichtigen Brettpunkt.

Vier (kampflose)Brettpunkte und zwei Mannschaftspunkte gab es für unser Team in der Schlussrunde, doch direkt eingreifen konnten wir nicht mehr. Gegner der Dessauer waren die SF Hettstedt. Würde es Schützenhilfe von Jungs von Dirk Michael geben, die fast drei Stunden auf ihr einziges Spiel warten mussten? Und es wurde dramatisch. Wer rechnen konnte wusste, der SK Dessau 93 musste, nach dem Brettpunktgewinn gegen die Schachzwerge, einfach 3:1 gegen Hettstedt gewinnen. Als ich wieder in den Wettkampfraum kam, führten die Dessauer, nach knapp einer Stunde, mit 2:1 und Dessaus 2. Brett, Victor Widdel, stand mit Schwarz, klar auf Gewinn gegen Piero Heidenreich. Umso verwunderlicher war die Remisvereinbarung zwischen beiden nur wenig später. Ich hatte mich schon mit Platz 3 abgefunden. Jetzt meinte Turnierleiter, Martin Wechselberger: „Hast Du ein Glück!“ Was war geschehen? Der SV Rote Turm Halle und der SK Dessau 93 waren in allen Wertungen (Mannschaftspunkte, Brettpunkte, Buchholtz, Spiel gegeneinander, Berliner Wertung im Spiel gegeneinander) gleich. Mannschaftsblitz um Platz 2? Ich sprach mich letztlich dagegen aus. Die Qualifikationsplätze für die ersten Vier waren klar. Auch der Dessauer Betreuer, Manfred Riechert, und der Turnierleiter stimmten letztlich zu. Sachsen-Anhalt hat somit zwei Vizelandesmannschaftsmeister u10. Und so blieb zur Siegerehrung nur das Problem der zu wenigen Silbermedaillen. Werden aber nachgeschickt. Und für wirklichkeitsnahe Fotos haben zwei Spieler der Dessauer Sariana und Julian ihre Medaillen ausgeliehen – eine nette Geste finde ich. Ein Glückwunsch an den „ewigen Konkurrenten“ SK Dessau 93 und natürlich an die Schachzwerge Magdeburg mit ihrem Trainer Gordon André. Ein wirklich würdiger neuer Landesmeister!

Vizelandesmeister u10

Vizelandesmeister u10

 

Finalrunde Landesmannschaftsmeisterschaft u10 in Walbeck

Auftakt irgendwie unbefriedigend

Auf Initiative des Landesspielleiters findet diese Landesmannschaftsmeisterschaft der Jüngsten, mit fast sechs Monaten Verspätung, nun doch statt. Nach der Absage der LMM u12 und u14w dient sie vor allem der Qualifikation zur DVM u10, obwohl eine Qualifikation in diesem Jahr wahrscheinlich eigentlich auch entfallen könnte. Vor allem nach der sehr kurzfristigen Absage des SC Haldensleben. Erfreulicherweise fanden sich mit Walbeck/ Hettstedt und Köthen zwei Ausrichter und so musste unser Team zunächst nach Walbeck. Allerdings mit sehr schweren Aufgaben zu Beginn. Mit den Bezirksmeistern aus Dessau und Magdeburg fiel quasi schon zu Beginn eine wichtige Vorentscheidung um Titel und Platzierungen.
Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass die Dessauer nur mit drei Spielern angereist waren und der SV Roter Turm mit fünf. Reservespieler Julian Brückner durfte sich fast eine Stunde, mit Schwarz, ans Brett setzen, ohne zu spielen. Nach Informationen des SK Dessau 93 sollte Corona Schuld sein. Doch diese Führung machte das Team nicht sicherer. Ich hatte vor der Begegnung vor den Dessauer Gegnern gewarnt und zum langsam spielen gemahnt. Doch speziell Till Gollmann ignorierte diese Warnung in der Partie gegen Victor Widdel. Im 19. Zug, nach 35 Minuten übersah er eine einfache Mattdrohung und unterlag. Zu dieser Zeit sah es aber noch nach einem Gesamterfolg aus.

Sariana

Sariana

Sariana Hesse spielte stark gegen Toni Kurth, besonders mit zwei Türmen, und versuchte Matt zu setzen. „Die Partie war für Euch gewonnen…“, meinte selbst der Betreuer der Dessauer, Manfred Reichert. „Sie konnte sogar einzügig Matt setzen…“ Das ist umso ärgerlicher, dass Sariana, wie so oft ihre Chancen nicht nutzen konnte und dann, nach knapp 60 Minuten, im 44. Zug, einfach aufgab. Nun mussten wir sogar um das Mannschaftsunentschieden kämpfen. Allerdings hatte Frederik zwei Bauern und später zwei Bauern und einen Läufer mehr und nach 90 Minuten gab sein Gegner auf.
In der Pause tauchte dann mal ein Fernsehteam auf, doch für die vermeintliche Spitzenpaarung interessierten sich die Fernsehleute Gott sei Dank nicht.
Gegner Nummer 2 waren die hochfavorisierten Schachzwerge Magdeburg. Ich verzichtete auf die eigentlich gewünschte Partie Svenja Hoffmann gegen Sariana Hesse. Doch die Geschichte dieser Begegnung ist sehr schnell erzählt. Schon früh hatten wir an den Brettern 2-4 jeweils eine Figur weniger.

Julian

Julian

Die beste Partie spielte noch Julian Brückner am 4. Brett gegen Anton Pflug. Hier war ein Remis absolut möglich. Hohes Spieltempo, trotz Warnung. Speziell Matteo war nach groben Fehlern, schnell klar unterlegen. Er unterlag, nach 35 Minuten Landesmeisterin Svenja Hoffmann. Klar unterlegen war auch Till Gollmann gegen u10- Landesmeister Marius Conrad. Till ließ sich, gegen zwei Damen und einem Turm, noch das Matt zeigen. Wenig später gab auch Julian Brückner auf. Und auch Frederik gab schließlich, nach knapp einer Stunde, auf. Ein klares, wohl auch in dieser Höhe, verdientes 0:4 gegen den fast schon sicheren Landesmeister.
Die Mannschaft wird sich gegen Köthen enorm steigern müssen, um sich auch spielerisch die Medaille zu verdienen.

Landesjugendeinzelmeisterschaft in Magdeburg, 11.-15.02.2020 (15.02.)

Der erste Tag

Ein frischer Wind weht zurzeit durch Sachsen-Anhalt. Nein, nicht unbedingt im Landesschachverband, sondern mehr in Gestalt des Sturmtiefs „Sabine“. Bleibt zu hoffen, dass auch ein wenig von diesem frischen Wind für unsere Landesschachjugend übrigbleibt. Nötig wär`s, vielleicht schon bei dieser Landeseinzelmeisterschaft, die in die Landeshauptstadt zurückgekehrt ist. Weiterlesen

Bezirksliga u10

Starke Mannschaftsleistung und etwas Glück

Mit erheblichen Problemen begann für uns dieser 2. Spieltag in der Bezirksliga u10, die Runde 5 und 6. Auf Grund datentechnischer Übermittlungsprobleme war Mannschaftskapitän Frederik Fiedler gerade Brötchen holen, als er eigentlich im Auto nach Merseburg sitzen sollte. Weiterlesen

Bezirksliga Halle u10

Frecher Auftaktsieg

Von den DWZ- Zahlen war dieser Auftakt in der Bezirksliga u10 ein Spiel auf „Augenhöhe“ und Erster gegen Zweiter des Vorjahres. Ich rechnete demzufolge mit einem 2:2 und theoretisch war es das wohl auch. Aber eben praktisch nicht und das lag vor allem an einem frechen Mädchen und starken Jungs an den Spitzenbrettern.
Aber der Reihe nach. Weiterlesen

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